Was ist eine Sole-Wasser-Wärmepumpe?
Die Sole-Wasser-Wärmepumpe – oft auch Erdwärmepumpe genannt – nutzt die konstante Wärme aus dem Erdreich. Während es draußen friert, ist der Boden bereits in einem Meter Tiefe das ganze Jahr über zwischen 8 und 12 °C warm. Genau diese kostenlose Energie macht sich die Sole-Wasser-Wärmepumpe zunutze – für eine besonders effiziente und gleichmäßige Wärmeversorgung.
Wie funktioniert die Erdwärmepumpe?
Im Erdreich werden entweder Erdkollektoren (horizontal verlegt) oder Erdsonden (vertikal bis zu 100 m tief gebohrt) eingebracht. Durch diese Rohre fließt eine Sole-Flüssigkeit, die die Erdwärme aufnimmt und zur Wärmepumpe transportiert. Dort wird die Energie auf ein nutzbares Niveau angehoben und an dein Heizsystem abgegeben.
Erdkollektor oder Erdsonde – was ist der Unterschied?
Erdkollektor: Wird flach in ca. 1,2 m Tiefe verlegt. Vorteil: keine Bohrung nötig. Nachteil: Du brauchst viel Grundstücksfläche – etwa das 1,5- bis 2-fache deiner Wohnfläche.
Erdsonde: Wird senkrecht bis zu 100 m in den Boden gebohrt. Vorteil: Sehr wenig Grundstücksfläche nötig. Nachteil: Eine Bohrgenehmigung ist erforderlich, und die Bohrkosten erhöhen die Investition.
Vorteile der Sole-Wasser-Wärmepumpe
- Sehr hohe Effizienz – SCOP-Werte oft über 4,0
- Unabhängig von Außentemperaturen – läuft konstant das ganze Jahr
- Kein lautes Außengerät
- Sehr lange Lebensdauer der Erdwärmeanlage (30–50 Jahre)
Nachteile der Sole-Wasser-Wärmepumpe
- Höhere Installationskosten durch Erdarbeiten oder Bohrung
- Bohrgenehmigung je nach Bundesland erforderlich
- Nicht überall möglich – Bodenbeschaffenheit muss geprüft werden
Was kostet eine Sole-Wasser-Wärmepumpe?
Mit Bohrung oder Erdkollektor und Installation musst du mit 20.000 bis 35.000 Euro rechnen. Auch hier greift die BEG-Förderung – bis zu 70 % der förderfähigen Kosten sind als Zuschuss möglich.
Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Düchting in Hamm
Düchting GmbH berät dich in Hamm und Umgebung, ob dein Grundstück für eine Erdwärmepumpe geeignet ist – und übernimmt die komplette Planung, Genehmigung und Installation.
Häufige Fragen zum hydraulischen Abgleich
Brauche ich eine Genehmigung für eine Erdwärmepumpe?
Für Erdsonden (vertikale Bohrung) ist in NRW in der Regel eine wasserrechtliche Genehmigung erforderlich. Für flache Erdkollektoren ist das meist nicht nötig. Düchting kümmert sich um die Genehmigungen für dich.
Ist eine Sole-Wasser-Wärmepumpe effizienter als eine Luft-Wasser-Wärmepumpe?
Ja, in der Regel schon – weil die Erdtemperatur konstant bleibt und nicht wie die Luft stark schwankt. Der SCOP liegt bei Erdwärmepumpen typischerweise 0,5 bis 1,0 Punkte höher als bei Luft-Wasser-Wärmepumpen.
Wie viel Grundstücksfläche brauche ich für einen Erdkollektor?
Als Faustregel gilt: Das 1,5- bis 2-fache deiner Wohnfläche. Bei einem 150 m² Haus wären das also 225–300 m² Kollektorfläche. Die Fläche darf nicht bebaut oder stark beschattet sein.
Kann ich eine Sole-Wasser-Wärmepumpe auch im Altbau einbauen?
Ja – das ist grundsätzlich möglich. Wichtig ist wie bei jeder Wärmepumpe, dass die Vorlauftemperatur des Heizsystems möglichst niedrig ist. Eine Heizlastberechnung zeigt, ob und wie es bei deinem Haus funktioniert.